„Nachhaltigkeit“: Die Basis des Slow-Fashion Lifestyles

von Luca Maria Arend März 14, 2019

„Nachhaltigkeit“: Die Basis des Slow-Fashion Lifestyles

Das Wort „Nachhaltigkeit“ findet sich immer häufiger in unserem Sprachgebrauch wieder. Aber was genau ist Nachhaltigkeit überhaupt?


Der Begriff der Nachhaltigkeit wird immer mehr zum Trendwort. Von Marken über Lebensmittel bis hin zum Concept Store, überall ist von Nachhaltigkeit die Rede. Welche Bedeutung aber steckt genau hinter diesem Wort, welches immer öfter in unserem Alltag zu finden ist? Beantworten lässt sich dies mit den drei Säulen der Nachhaltigkeit:

  • Ökologie (Planet)
  • Ökonomie (Profit)
  • Soziales (People)


Diese drei Säulen drücken die ganzheitliche Betrachtung des Nachhaltigkeitsbegriffs aus und wurden auf der Rio-Konferenz im Jahr 1992 definiert. Grundlage der Rio Konferenz ist der sogenannte Brundtland-Bericht aus dem Jahr 1987, der die nachhaltige Entwicklung als „eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der aktuellen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden“, definiert (Brundtland Definition). Inhaltlich sind diese Säulen nicht vollständig voneinander zu trennen. Sie überschneiden sich teilweise und sollten als zusammenhängend betrachtet werden.


Ökologie: Planet

Der wohl naheliegendste Begriff. Im Fokus stehen hier die Schonung der Ökosysteme und der natürlichen Ressourcen. Biodiversität soll geschützt und gefördert und erneuerbare Energiequellen genutzt werden. Als Folge des Umweltschutzes ergeben sich eben auch positive Folgen für die menschliche Gesundheit. Ressourcen zu schonen ist beispielsweise über den Konsum nachhaltiger Produkte möglich. Recycelte Materialien, wie die von uns verwendeten Ghostnets, führen zu einer Reduzierung in der Nutzung der natürlichen Ressourcen und entlasten gleichzeitig das stark belastete Ökosystem der Weltmeere. Nachhaltige Sportbekleidung fördert somit die ökologische Komponente der Nachhaltigkeit. Auch die heimische Produktion in der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg schafft regionale Arbeitsplätze und kurze Lieferwege, die zu geringeren CO2-Ausstößen führen.


Ökonomie: Profit

Nachhaltigkeit ist ein Gegenentwurf zu kurzfristiger Gewinnmaximierung. Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften, verfolgen somit auch langfristige Strategien. Diese Strategien sind zum Beispiel in Modeunternehmen vorzufinden, die sich gegen Fast Fashion entscheiden. Die nachhaltige Nutzung von Ressourcen sowie Recyclingprozesse und Energieeffizienz stehen hierbei im Fokus. Die Säule der Ökonomie bedingt wiederum die anderen beiden Säulen der Nachhaltigkeit und ist grundlegend, da erst die nachhaltige ökonomische Strategie zu einer sozialen und umweltfreundlichen Ausrichtung führt. Die Vision, Weltmeere von Plastik zu befreien, gehört fest zur Grundstrategie von Re-Athlete. Die Produktion von nachhaltiger Sportbekleidung verfolgt eben dieses langfristige Ziel. Zudem ist hohe Transparenz über unseren gesamten Produktionsprozess und unsere weiteren Schritte vorzufinden. Die ökologische und soziale Nachhaltigkeit hat direkte Auswirkungen auf die ökonomische, was
sich beispielsweise durch die Nutzung von Ökostrom in unserem Ladengeschäft und recycelten Verpackungsmaterialien widerspiegelt. Das ist Teil unserer unternehmerischen Verantwortung. Die Umweltbelastung wird dadurch so weit wie möglich reduziert. Kurze Lieferwege durch die heimische Produktion sind nicht nur ökologisch und fördern die heimische Produktion, Unternehmen sparen darüber auch Kosten ein.


Soziales: People

Soziales und Nachhaltigkeit? Auf den ersten Blick verbindet man Nachhaltigkeit mit der Umwelt und deren Schutz. Doch Themen wie Kinderarbeit, Ausbeuterbetriebe und menschenwürdige Arbeitnehmerbedingungen bekommen auch in der Öffentlichkeit immer größere Aufmerksamkeit. Auch das gesellschaftliche Engagement der Unternehmen, sowie die Bereitschaft, über die gesetzlichen Vorgaben hinaus Verantwortung zu übernehmen (CSR), spielen eine wichtige Rolle. Über unsere regionale Produktion in der Lebenshilfe unterstützen wir die Integration von Menschen mit Beeinträchtigung auf dem Arbeitsmarkt. Unsere nachhaltige Sportbekleidung ist somit im Sinne des Gemeinwohls organisiert. Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit der Lebenshilfe und sind daran interessiert, den Produktionsprozess weiter zu optimieren.

Was bedeutet Nachhaltigkeit nun? Müll zu trennen und Dinge wiederzuverwenden? Ja! Aber wie du siehst, auch eben noch vieles mehr. Die ganzheitliche Betrachtung des Begriffs ist insofern wichtig für uns, als dass dadurch ein breites und umfassendes Verständnis für die komplexen Zusammenhänge der Nachhaltigkeit entstehen.

 

Du bist neugierig, wie unsere nachhaltige Sportbekleidung aussieht? Dann schau einfach in unserem Shop vorbei!



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