Urlaub 2020: Mit dem Fahrrad durch den Sommer

von Michelle Schneider Juli 23, 2020

Fahrradreise

Der Sommer 2020 ist sicher ein Sommer wie kein anderer, denn viele Reiseziele und Auslandsreisen fallen aus. Es bietet sich an, den Sommer in Deutschland zu verbringen. Eine tolle Möglichkeit die warme Jahreszeit vor Ort optimal zu nutzen, wäre eine Fahrradreise. In diesem Blogbericht findet Ihr Infos zu einem solchen Aktivurlaub und ebenfalls Tipps für geeignete Touren.

 

Unter einer Fahrradreise versteht man das Urlauben mit dem Zweirad. Dabei fahren die Reisenden meist täglich von Ort zu Ort und verbringen den Großteil der Zeit auf dem Sattel. Auf der Tour hat man die Chance sehr viele verschiedene Städte und Landschaften zu sehen. Die Natur, die Zeit an der frischen Luft, die Sehenswürdigkeiten und die körperliche Betätigung stehen im Mittelpunkt einer solchen Reise. Durch immer wieder wechselnde Strecken, Tourlängen und Umgebungen kommt bei einer Fahrradreise sicher keine Langeweile auf. Gleichzeitig stärkt man den Körper und das Immunsystem.

Wer sich nun mit dem Bike aufmachen will, sollte auf die richtige Vorbereitung und Ausrüstung achten. Die wichtigste Voraussetzung ist ein verkehrssicheres und geeignetes Fahrrad. Es gibt für Fahrradreisen spezielle Reiseräder, welche besonders stabil sind, um auch schwereres Gepäck gut auszugleichen. Zudem haben sie starke Bremsen. Für die meisten Touren eignet sich aber meist auch das Touren- oder Cityrad, aber lasst Euer Bike vor der Reise auf jeden Fall nochmal professionell durchchecken.

Neben dem Gefährt ist auch das Reisegepäck bei solchen Urlauben entscheidend. Hier sollte immer bedacht werden, dass das Gepäck mit eigener Muskelkraft transportiert wird und das Fahrverhalten beeinflusst. Daher sollte es nicht zu schwer werden - grundsätzlich wird ein Gewicht von ca. 15 - 30 kg empfohlen. Beim Packen sollte man sich daher auf das Wesentliche beschränken: Für das Radfahren geeignete Funktionskleidung, Regenkleidung, Fahrradhelm, etwas zum Überziehen an kälteren Tagen (wir kennen ja alle den Sommer in Deutschland), Wäsche, ein Kulturbeutel, Sonnenbrille und -creme sollten keinesfalls fehlen. Wenn Seen oder das Meer auf der Reiseroute liegen, bietet sich auch Schwimmkleidung an. Zudem ist an Trinken und Nahrung für die Touren zu denken. Ratsam ist die Nutzung von wiederbefüllbaren Flaschen, die am besten nicht aus Glas bestehen, da das Glas beim Radeln schnell kaputt gehen kann. Daneben ist es sehr wichtig, an Luftpumpe und Fahrradwerkzeug zu denken. Als Werkzeug eignet sich ein Schrauben- bzw. Inbusschlüssel und ein Reifenheber. Wenn Ihr Euch unsicher seid, was genau Ihr für Eurer Bike benötigt, fragt am besten beim lokalen Fahrradladen nach und sichert Euch ab.

Wir empfehlen Euch zudem die Mitnahme eines Ersatzschlauchs für Euer Fahrrad, denn das Tauschen des Schlauchs geht während der Tour besser als das Flicken. Man kann den kaputten Schlauch problemlos mitnehmen und zu Hause reparieren, so landet dieser nicht im Müll. Wer bei seiner Fahrradreise zelten will und sich nicht abhängig von Hotel, Hostels oder Herbergen machen möchte, der sollte sein Gepäck um Zelt, Isomatte, Schlafsack, Kocher und Geschirr erweitern.

Nun fehlt eigentlich nur noch die richtige Route und der Reise steht nichts mehr im Wege. Im Internet findet man eine Vielzahl an potentiellen Strecken. Dort gibt es für alle Regionen in Deutschland eine große Auswahl an Empfehlungen. Die meisten dieser Strecken sind ausgeschildert und somit leicht zu bewältigen. Trotzdem sollte man eine Karte oder eine entsprechende Handy-App zum Navigieren zur Sicherheit immer parat haben. Bitte beachtet bei der Wahl der Tour, ob sie für Euch geeignet ist. Denn gerade wer mit Kindern reist, sollte auf gute Wege mit möglichst vielen Spiel- und Rastplätzen achten. Auch Steigungen und Streckenlänge sollten dem eigenen Level angepasst werden. Wem eine ganze Fahrradreise zu viel ist, kann zunächst auch mit Radausflügen starten. Hier ist das Gepäck leichter, denn es handelt sich meist um Tagestouren mit gleichem Start- und Endpunkt.

 

Abschließend haben wir Euch natürlich noch ein paar Empfehlungen für die nächste Reise rausgesucht:

  • Eine der wohl bekanntesten Radtouren in Deutschland ist der Elbradweg. Vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) wird eine 860 km lange Tour von Bad Schandau nach Cuxhaven empfohlen, die auch für Einsteiger geeignet ist. Die Strecke ist entspannt zu fahren ist und man kann optional auch Teile des Wegs mit der Bahn zurücklegen. Dank einer eigenen „Elbradweg“-App, kann man während der Tour die Orientierung nicht verlieren.

  • Ebenfalls können wir Euch den Ostseeküstenradweg empfehlen, welcher von Flensburg nach Usedom führt. Die Strecke kann gut in max. 40 km lange Etappen aufgeteilt werden und ist daher für jeden, der Spaß am Radfahren hat, machbar. Wer aber eine sportliche Herausforderung sucht, kann die eigentlich ca. 990 km lange Strecke mit einer Umrundung der Insel Usedom auf 1095 km verlängern und zudem die Tagesetappen ausdehnen.

  • Den Weinliebhabern unter Euch geben wir noch den Tipp des Moselradwegs mit, denn dieser führt durch bekannte deutsche Weinanbauregionen, sodass Ihr Euch nach geschaffter Tour ein edles Tröpfchen gönnen könnt. Die Tour ist 250 km lang und wird als leicht eingestuft.

 

Also worauf wartet Ihr, ab aufs Rad und los in die Natur – passende Kleidung und eine geeignete Trinkflasche könnt Ihr vorab natürlich noch bei uns erwerben.




Michelle Schneider
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